Industriegebiet Eemspoort

Intelligentes Beleuchtungssystem optimiert den Betrieb und trägt in Groningen zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei

Die Stadt Groningen wurde für die Teilnahme an einer Initiative der Europäischen Union ausgewählt, bei der bis 2030 100 klimaneutrale Smart Cities entstehen sollen. Durch die Teilnahme kann die Stadt beim Übergang zur CO2-Neutralität und beim Kampf gegen den Klimawandel eine Vorreiterrolle einnehmen. 

Im Rahmen ihrer Strategie zur Erreichung der Ziele hat die Stadt bereits ihre 9000 Leuchten auf energieeffizientere LED-Leuchten umgerüstet, um ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Im nächsten Schritt soll jetzt eine skalierbare Technologie für ein adaptives Beleuchtungsnetzwerk implementiert werden. Dabei wird berücksichtigt, dass zwar im Stadtzentrum und in bestimmten Bereichen die ganze Nacht über eine gute Beleuchtung notwendig ist, andere Gebiete aber weniger Licht brauchen. Wenn das Licht in diesen Bereichen bei geringem Publikumsverkehr gedimmt wird, lassen sich der Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen weiter senken. Weniger Licht bedeutet außerdem weniger Lichtverschmutzung. Dadurch bleibt in Groningen der Nachthimmel dunkel und die Umwelt wird geschützt.  
 

Weniger Licht in Industriegebieten nach Einbruch der Nacht 

Zu den genannten Bereichen gehört auch das Industriegebiet Eemspoort im Südosten von Groningen. Hier ist der Verkehr zwar unter der Woche morgens und in den frühen Abendstunden, wenn die Menschen zur Arbeit bzw. nach Hause fahren, sehr dicht, aber nachts und an den Wochenenden sind hier kaum Fahrzeuge unterwegs. Die Stadt entschloss sich deshalb, für diese Gegend ein Pilotprojekt für ein intelligentes Beleuchtungsschema mit TECEO-Leuchten aufzulegen. Dabei sollten die Straßen nur dann beleuchtet werden, wenn dies für die Sicherheit erforderlich war. Nachts sollte das Licht gedimmt werden. Man wünschte sich ein skalierbares Beleuchtungssystem, mit dem der Betrieb auf die jeweilige Situation abgestimmt werden und das sich in Zukunft weiterentwickeln kann.  
 

Neueste Steuerungsgeneration für mehr Effizienz und Leistung

Alle 70 TECEO-Leuchten in den Straßen des Bereichs wurden mit der neuesten Generation von Owlet-IV-Zhaga-Steuerungen ausgestattet und mit der Plattform Schréder EXEDRA vernetzt. Die Steuerungen funktionieren mit Mesh- und Mobilfunktechnologien und ermöglichen so eine schnellere und effizientere Kommunikation zwischen den Knotenpunkten und der Cloud, damit die Überwachung und Steuerung in Echtzeit erfolgen können. Bei so einer Architektur werden keine Gateways in Verteilerkästen auf der Straße mehr benötigt.

Mit den Zhaga-D4i-zertifizierten Owlet-IV-Steuerungen sowie der offenen und interoperablen Plattform Schréder EXEDRA kann die Stadt auch Sensoren und andere Geräte anschließen und dadurch den Betrieb optimieren und einen Konnektivitätshub für intelligente Stadtanwendungen schaffen. 
 

Intelligente Beleuchtung im Handumdrehen

Dank der einfachen Installation und der schnellen Plug-and-Play-Inbetriebnahme der Steuerungen war das gesamte System in wenigen Stunden einsatzbereit. Die lokalen Behörden konnten die Leuchten über die Plattform Schréder EXEDRA sofort überwachen und mit dem Sammeln von Daten für wertvolle Erkenntnisse zum langfristigen Management des Netzwerks beginnen.  
 

Optimiertes Beleuchtungsnetzwerk dank Schréder EXEDRA 

Wenn wenig Verkehr ist, werden die Leuchten gedimmt, um Energie zu sparen und den Nachthimmel zu schützen. Konkret wird die Beleuchtungsstärke so programmiert, dass um 19 Uhr, wenn die meisten Menschen bereits zu Hause oder auf dem Weg dorthin sind, auf 70% und von 21 bis 23 Uhr auf 60% gedimmt wird. Im Verlauf der Nacht wird dann weiter auf 50% gedimmt, bevor die Beleuchtungsstärke am frühen Morgen, wenn die Pendler*innen eintreffen, wieder 90% erreicht. Die lokalen Behörden können die Beleuchtungsstärke über die Plattform Schréder EXEDRA anpassen, wenn es für die Sicherheit und den Komfort der Menschen notwendig ist. 

Die Plattform sorgt auch dafür, dass der Betrieb während der gesamten Lebensdauer der Anlage optimiert wird. Im Falle einer Störung sendet die Steuerung eine Meldung an Schréder EXEDRA. Dank der Last-Gasp-Funktion kann diese Meldung sogar bei einer Störung der Stromversorgung an die Plattform gesendet werden, sodass sich die Stadt sofort einen Überblick über das Problem verschaffen kann.  Für Gegenden wie Gewerbe- und Industriegebiete, in denen sich nachts meist niemand aufhält, ist diese Funktion besonders wichtig.  

Kielerbocht
Groningen
Niederlande

Kunde

Stadtrat von Groningen

In Industriegebieten werden kaum Störungen an Leuchten gemeldet, denn die Menschen sind bei Einbruch der Dunkelheit in der Regel schon zu Hause. Die Diebstahlgefahr ist bei Unternehmen allerdings hoch. Dank der Technologie von Schréder kann die Bewachung optimiert werden.

Harry van der Wal
Berater für öffentliche Beleuchtung und Energie – Stadtrat von Groningen

Geringere CO2-Emissionen zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen 

Mit der Plattform Schréder EXEDRA kann die Stadt Groningen für Pendler*innen eine sichere Umgebung schaffen und zugleich den Energieverbrauch und damit unnötige Kosten senken. Mit dem Energieverbrauch verringert sich auch der CO2-Fußabdruck. So kann die Stadt ihre Ziele in Sachen CO2-Neutralität erreichen. 

Das Knowhow und die Erkenntnisse, die die Stadt mithilfe der intelligenten Beleuchtung im Industriegebiet Eemspoort gewinnt, wird sie auch für die anderen Stadtgebiete nutzen und damit die Emissionen noch weiter senken und eine nachhaltigere Zukunft ermöglichen. 
 

Schréder hat uns während des gesamten Prozesses beraten und betreut. Gemeinsam stellen wir uns der Herausforderung, aktuelle und zukünftige technologische Entwicklungen in die Stadtbeleuchtung zu integrieren. Inzwischen haben wir bereits Tausende von Natriumlampen durch LED-Straßenleuchten ersetzt. Alles funktioniert hervorragend und die Bewohner*innen und wir selbst sind sehr zufrieden.

Harry van der Wal
Berater für öffentliche Beleuchtung und Energie – Stadtrat von Groningen