Menschen und Beleuchtung: Gonzalo Cuello Pujado

Gonzalo Cuello Pujado - Technical Training Manager - Latin America
Gonzalo Cuello Pujado
Tunnelprojektmanager | Regionaler Technischer Schulungsleiter - Schréder Latin America

Hinter jedem Unternehmen stehen die Menschen, die dort arbeiten. Seit mehr als hundert Jahren steht Schréder dank seiner Mitarbeitenden im Bereich Beleuchtungstechnik weltweit an der Spitze. Bei Life@Schréder berichten wir von den Menschen, die Schréder zu dem machen, was es ist. Dabei betrachten wir die 70 Länder, in denen wir tätig sind, verschiedene Karrierewege und unser gemeinsames Engagement für Spitzenleistungen in der Beleuchtungstechnik.


Schréder ist schon jahrzehntelang in Lateinamerika tätig. Unser umfangreiches Leuchtensortiment gewährleistet dort eine sichere, attraktive Beleuchtung, vom Sportkomplex in Peru bis hin zu innovativen Stadtvierteln in Chile. LED-Beleuchtungslösungen und entsprechende moderne Steuerungssysteme sind mittlerweile für alle Anforderungen geeignet, von der Beleuchtung von Denkmälern und Brücken bis hin zu den weltweit ambitioniertesten Tunnelbauprojekten. 

Gonzalo Cuello Pujado ist bei Schréder Tunnelprojektmanager für Lateinamerika und Regionaler Technischer Schulungsleiter für diese Region. Darüber hinaus ist er für die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortlich. Von Santiago de Chile aus arbeitet er an Beleuchtungslösungen für diesen faszinierenden, kontrastreichen Kontinent. Zu seinen aktuellen Projekten zählt der Tamoios-Tunnel, der längste Straßentunnel im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Wir sprachen mit Gonzalo Cuello Pujado, der seit 2012 für Schréder tätig ist, über seine verschiedenen Positionen und Aufgaben im Unternehmen.
 

Früher habe ich nicht in der Beleuchtungsbranche gearbeitet …

Ich habe Architektur studiert. Nach dem Studium war ich in der Baubranche tätig, zunächst als Bauleiter bei verschiedenen Projekten, dann als Mitarbeiter in einem Unternehmen, das Gipskartonplatten herstellt. Anschließend übernahm ich eine Stelle bei Idiem, einem Forschungszentrum für Bautechnik, Entwicklung und Innovationen im Bauwesen mit engen Verbindungen zur Universidad de Chile. Schréder war sehr daran  interessiert mich an Board zu holen und machte mir ein sehr attraktives Angebot.
 

Ich begann bei Schréder als Technischer Manager …

Auf mich wartete eine steile Lernkurve. Als Architekt denkt man, man man wisse etwas über Beleuchtung, aber erst als ich hier arbeitete habe ich es  wirklich verstanden. Dann wurde ich Business Development Manager, und 2016 bat mich Nicolas Keutgen, der damalige Regionaldirektor, einige Schulungen für unsere Kolleg*innen in Lateinamerika durchzuführen. So begann ich sowohl interne als auch externe Schulungen anzubieten. Dieser Aufgabenbereich macht mir wirklich Spaß. Als YouTube noch etwas Neues war, produzierten wir für unsere Kund*innen Videos, in denen wir die neuesten Technologien vorstellten. Jetzt arbeiten wir mit Webinaren, die denselben Zweck erfüllen. All das hilft uns dabei, eine starke Beziehung zu unseren Kund*innen aufzubauen.


2018 übernahm ich dann eine weitere Position ...

In den vergangenen zwölf Jahren gab es im Unternehmen viele Veränderungen. Zunächst war da die Umstellung auf die LED-Technologie, durch die sich enorme Möglichkeiten ergaben, die wir unseren Kund*innen bieten konnten. Nach internen Umstrukturierungen wurde ich Tunnelprojektmanager. In diesem Bereich sind wir an faszinierenden Projekten beteiligt. Zum Beispiel am Tamoios-Tunnel in Brasilien, der mehr als fünf Kilometer lang und mit mehr als 1900 Leuchten bestückt ist, die mit dem Steuerungssystem ATS 4 gesteuert werden.

Gonzalo Cuello worked on the tunnel lighting design and commissioning for Tamoios Tunnel
Inbetriebnahme des Tamoios-Tunnels in Brasilien

 

Die Beleuchtung von Straßentunneln fasziniert mich …

Für uns ist das ein sehr attraktiver Bereich – besonders in Kolumbien, wo viel Geld in neue Autobahnen investiert wird. Da das Land sehr bergig ist, sind Tunnel einfach die beste Lösung. Wir haben die Beleuchtung im Parques del Rio Tunnel in Medellín bereitgestellt. Oberhalb des Tunnels entstand mehr öffentlicher Raum, der den Bürger*innen zu Erholungszwecken dient. Zudem lieferten wir rund 2000 Leuchten für die Tunnel La Paz und La Sorda in Bucaramanga, der fünftgrößten Stadt Kolumbiens. Weiter südlich stellten wir die Beleuchtungslösung für den Tesalia-Autobahntunnel bereit, der die Fahrt zwischen den Regionen im Landesinnern und dem Pazifik beschleunigt. Dafür wurden über 500 Leuchten mit dem ATS 4-Steuerungssystem für eine intelligente Beleuchtungslösung installiert. Wir haben ein fantastisches Team, das weltweit Tunnelbeleuchtungslösungen bereitstellt und ich bin stolz darauf, ein Teil davon zu sein.


Ich bin viel unterwegs ... 

Vor der Pandemie war ich alle zwei Wochen auf Geschäftsreise. Jetzt ist es etwas weniger geworden. Alle haben sich an virtuelle Meetings und Online-Meetings gewöhnt. Das ist auch gut so, denn so kann ich mehr Zeit mit meiner Frau und meinen noch sehr kleinen Kindern verbringen. Dennoch war ich Ende letzten Jahres in Kolumbien auf der Fachmesse FISE 2023, dann in Brasilien für die Inbetriebnahme der zweiten Phase des Tamoios-Projekts. Bei diesem Megaprojekt war ich mehrmals vor Ort. Dann nahmen wir im Dezember an der Schréder Hyperion Roadshow teil, die uns in zwei Wochen durch vier Länder führte: Kolumbien, Ecuador, Peru und Chile. Wir präsentierten auf der Roadshow die Möglichkeiten von Schréder EXEDRA, unserer intelligenten Beleuchtungsplattform. Die Kund*innen sind von Land zu Land wirklich unterschiedlich – diese Vielfalt schätze ich sehr.
 

Einen typischen Tag gibt es bei mir nicht …

Und genau deshalb bin ich von meiner Arbeit begeistert! Ich muss nicht den ganzen Tag am Computer sitzen und E-Mails lesen. Meine Arbeit ist sehr vielseitig: An manchen Tagen halte ich Schulungen ab, an anderen erstelle ich ein Webinar und an wieder anderen bin ich mit neuen Tunnelprojekten beschäftigt. Die Realisierung von Tunnelprojekten hat oberste Priorität, denn das ist unser Kerngeschäft, und der Kunde bzw. die Kundin steht an erster Stelle. Jeden Monat gibt es bei uns interne Schulungen zu neu eingeführten Produkten und Technologien. Ich bin für deren Übersetzung und Durchführung verantwortlich. Daher muss ich wirklich alles über unsere Produktlinien wissen.

Parques del Rio tunnel in Medellin is lit by Schréder tunnel luminaires
Der Tunnel Parques del Rio Medellín war ein weiteres herausragendes Projekt

 

Schréder ist ein Großunternehmen, doch auch ein Familienunternehmen …

Wir entwickeln uns ständig weiter. Jedes Jahr reise ich in das belgische Lüttich. Dort erhalte ich Weiterbildungen, treffe Kolleg*innen und informiere mich über den neuesten Stand unserer Forschung und Entwicklung. Ich hatte das große Glück, Jean Schréder persönlich kennenzulernen – er war ein ganz besonderer Mensch, der mit seinen Mitarbeitenden sehr verbunden war. 


Wir expandieren …

Wir werden dieses Jahr in Brasilien eine neue Vertriebsniederlassung eröffnen, die von unseren Kolleg*innen aus Chile technische Unterstützung erhalten wird. Ich übe schon fleißig Portugiesisch, und hoffe, dass wir uns auf Portuñol verständigen können.
 

Jede Region ist einzigartig …

Die Märkte in Europa und Südamerika sind sehr unterschiedlich. Hier sind die Dimensionen gewaltig: Vor Kurzem haben wir im Auftrag des peruanischen Wirtschafts- und Finanzministeriums (FONAFE) 33.000 Leuchten geliefert und in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, im Rahmen eines Plans zur Verbesserung der Sicherheit, 46.000 IZYLUM-Leuchten installiert. 

Schré"der delivered 46,000 energy-efficient IZYLUM luminaires to improve safety in Quito
46.000 energieeffiziente IZYLUM-Leuchten erhellen die Straßen von Quito

 

Mein Lieblingsprojekt …

Das ist eine schwierige Frage! Mir hat der erste Abschnitt des Tamoios-Projekts ziemlich gut gefallen. Nachdem man so viel Zeit und Mühe in Beleuchtungsberechnungen investiert hat, ist es ein tolles Gefühl, die eigene Arbeit vor Ort im laufenden Betrieb zu sehen.
 

Worauf ich sehr stolz bin … 

Das sind die Menschen in diesem Unternehmen. Sie sind bereit, ihr Wissen zu teilen; ich liebe es, mit meinen Kollegen aus Belgien, Ungarn, wo auch immer, ein Bier zu trinken. Es macht mir Spaß, diese Beziehungen auszubauen, und ich lerne immer etwas dazu. Ich teile gerne unser Wissen und halte gerne Schulungen ab. Ich bin in dieser Hinsicht immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten. 


In meiner Freizeit …

Ich treibe gerne Sport. Ich spiele das hier sehr beliebte Padel-Tennis. Ob in Chile, Peru oder in einem anderen Land: Immer wenn ich geschäftlich unterwegs bin, habe ich meinen Schläger dabei, damit ich dort spielen kann. Schon als Kind habe ich viel Sport getrieben – Volleyball, Tennis, Snowboarden. Ich fahre auch leidenschaftlich gern Motorrad. Ich fahre damit sogar zu Geschäftsterminen, die in Chile weit entfernt sein können. Vor Kurzem bin ich 2600 Kilometer in drei Tagen gefahren. Wir haben hier eine enorm kontrastreiche Natur – atemberaubende Landschaften, die Anden, die Seen, die Unterschiede zwischen Nord und Süd. 

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